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Klungset

Ortslazarett Fauske 1943-1945 / Lazarett des Schwedischen Roten Kreuzes 6. Juni – 5. Juli 1945

12.03.201815:04 Ida Beate Otterlei

Das Lazarett in Klungset bei Fauske wurde von der deutschen Okkupationsmacht im Jahre 1943 errichtet, um die notwendige medizinische Versorgung für tausende in der Region stationierte Soldaten und Arbeiter zu gewährleisten. Die Anlage bestand aus zuletzt 13 Gebäuden, einschließlich einer geräumigen Kelleranlage mit Operationssaal und Röntgenausrüstung.

1945 sollte das Lazarett nach Kapitulation der deutschen Truppen umgehend zur Betreuung der vielen ernsthaft erkrankten und unterernährten Kriegsgefangenen in der Region genutzt werden. Diese so dringend notwendige Hilfe konnte den sowjetischen Kriegsgefangenen allerdings erst nach Übernahme des Lazaretts durch das Schwedische Rote Kreuz zukommen.

Am 7. Juni 1945 traf das Schwedische Rote Kreuz mit einem Stab von Ärzten und Schwestern sowie mit medizinischer Ausrüstung ein und übernahm die Krankenpflege. Im Laufe nur eines Monats wurden mehr als 400 ehemalige Kriegsgefangene behandelt. Zudem verteilte das Rote Kreuz in den umliegenden Lagern 34 Tonnen Lebensmittel. Auf diese Weise konnten die schwedischen Ärzte und Krankenschwestern so manches Leben retten.

Heute sind noch vier der Gebäude erhalten, darunter das Hauptgebäude mit Operationskeller und –was besonders selten ist – die Quarantänebaracke für Patienten mit hochansteckenden Krankheiten. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz.

Schwedische Ärzte und Schwestern während einer chirurgischen Operation.

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